Vermisste Person, Atemschutznotfall und starke Verrauchung mit Nullsicht waren die Zutaten für die Übung der Ausbildungsgruppe. Regelmäßige Übungen sorgen dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. 💪🔥
Im Rahmen einer Übung der Ausbildungsgruppe wurde ein realistisches Einsatzszenario mit mehreren Schwerpunkten abgearbeitet. Übungsannahme war eine vermisste Person in einem stark verrauchten Gebäude. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Trupps unter Atemschutz sowie verschiedene einsatztaktische Maßnahmen zu trainieren.
Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde ein Atemschutztrupp zur Personensuche in das Gebäude geschickt. Im Inneren herrschte aufgrund der künstlichen Verrauchung Nullsicht, wodurch sich die Trupps ausschließlich über Tastsinn, Orientierungssysteme und die Schlauchleitung fortbewegen konnten. Parallel dazu wurde die Einsatzstelle abgesichert, um einen sicheren Arbeitsbereich für die eingesetzten Kräfte zu gewährleisten.
Der Angriffstrupp arbeitete mit Schlauchtragekorb und Schlauchpaket, um eine schnelle und flexible Schlauchverlegung im Gebäude sicherzustellen. Zusätzlich wurde ein Rauchvorhang gesetzt, um die Rauchausbreitung in weitere Gebäudeteile zu reduzieren und bessere Bedingungen für die eingesetzten Trupps zu schaffen.
Während der Personensuche konnte die vermisste Person aufgefunden und durch den Atemschutztrupp aus dem Gebäude gerettet werden.
Im weiteren Verlauf der Übung wurde ein Atemschutznotfall simuliert. Ein eingesetzter Atemschutztrupp geriet dabei in eine Notlage. Der bereitstehende Reservetrupp wurde umgehend eingesetzt, lokalisierte den verunfallten Trupp und leitete die Rettungsmaßnahmen ein. Dadurch konnte der Ablauf eines solchen Notfalls unter realitätsnahen Bedingungen trainiert werden.
Zur Unterstützung der Maßnahmen kam außerdem eine Überdruckbelüftung zum Einsatz, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken und die Sichtverhältnisse zu verbessern.
Die Übung bot den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, das taktische Vorgehen bei Brandeinsätzen, die Zusammenarbeit unter Atemschutz sowie den sicheren Umgang mit der eingesetzten Ausrüstung zu trainieren. Besonders die Themen Nullsicht, Atemschutznotfall und strukturierte Personensuche stellten hohe Anforderungen an die Trupps und konnten erfolgreich geübt werden.
Zum Abschluss der Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt, bei der die Abläufe reflektiert und wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze und Übungen besprochen wurden.
Eingesetzte Mannschaft und Gerät:
TLF-A, 9 Mann, 6 Atemschutzträger